Bausparfinanzierung oder Bauspardarlehen
Über 50% aller Bauherren nutzen
die Möglichkeit eines Bausparvertrags für ihre
Immobilienfinanzierung. Diese Möglichkeit ist ideal, nicht nur
bei einem Bauvorhaben, sondern auch für größere
Reparaturen am Haus, oder bei einer kompletten Renovierung, bzw.
Sanierung. Bausparen und Bausparfinanzierung werden in der Regel in
einem Atemzug genannt, denn diese beiden gehören schließlich
zusammen. Bausparen und Bausparfinanzierung werden auf drei Phasen
aufgeteilt. In Einzelnen sind diese die Sparphase, Zuteilungsphase
und zum Schluss die Darlehensphase. Bausparen beginnt mit dem
Vertragsabschluss und bereits hier entscheidet der Sparer über
eine bestimmte Bausparsumme. Die Mindestbausparsumme ergibt sich aus
der Höhe der Bausparsumme. Meist werden diese mit 40% oder 50%
der Bausparsumme beziffert. Dieser Betrag wird in monatlichen
Sparraten, dessen Höhe der Sparer selbst festlegen kann. Dies
ist besonders wichtig, da jeder Mensch hat eine andere finanzielle
Ausgangssituation. Die Sparrate wird von den Banken verzinst. In der
Regel liegen die Zinsen zwischen 2 und 3%.
Die Zuteilung des Bauspardarlehens ist
dem Sparer nicht bekannt. Hier ist natürlich mit Wartezeiten zu
rechnen. Je nach dem wie viele Neugeschäfte die Bausparkassen
bzw. die Banken haben, erhöht, oder verringert sich die
Wartezeit. Je mehr Neugeschäfte die Bausparkassen abschließen,
umso kürzer ist die Wartezeit. Sobald der Bausparvertrag soweit
ist, dass eine Zuteilung erteilt werden kann, steht dem Sparer die
Bausparsumme zur Auszahlung bereit. Ein Bauspardarlehen setzt sich
immer wie folgt zusammen: Bausparsumme minus Ansparbetrag. Der Rest
wird als Bauspardarlehen an den Sparer ausbezahlt. Eines sollte man
jedoch hier an dieser Stelle anmerken: Die Zins- und Tilgungsraten
sind bei einem Bauspardarlehen etwas höher angesetzt, als bei
einem normalen Bankkredit. Die Tilgungszeit wird bei Bauspardarlehen
meist mit 11 Jahren festgesetzt.
Genau an dieser Stelle stellt man sich
dann die Frage, was nun optimaler wäre. Ein Bauspardarlehen,
oder doch lieber ein klassischer Bankkredit? Bausparen hat in den
vergangenen Jahren deutlich an Beliebtheit abgenommen, nicht zuletzt
wegen fehlender Transparenz. Auch die relativ hohe Zins- und
Tilgungsraten lassen die Bauherren doch zu einem klassischen
Bankkredit greifen. Wer sich aber mit den Kreditangelegenheiten etwas
näher befasst, dem wird auffallen, dass die Banken mit höheren
Leitzinsen doch wieder attraktivere Bausparangebote herausbringen
können. Je höher der Leitzins, umso attraktiver das
Bausparangebot. Bevor man sich also festlegt, welche Form des Kredits
in Anspruch nehmen möchte, sollte man die Zinsen,
Tilgungszeiten, und vor allem den Leitzins im Auge behalten. Eine
Beratung wird mit Sicherheit nicht durch eigene Recherchen ersetzt
werden können. Deshalb bei mehreren Banken ihre aktuellen
Bausparfinanzierungsangebote einholen und diese dann miteinander
vergleichen. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch Ärger,
meist mit sich selbst. Gerade beim Bausparen gibt es viele Begriffe,
mit denen man sich unbedingt vertraut machen sollte. So gibt es auch
zu beachten, dass man hier eine so genannte Abschlussgebühr zu
entrichten hat. Dieser wird entweder von der ersten Bausparrate
direkt abgezogen, oder muss der Sparer diese Gebühr selbst
entrichten.
Die Kosten eines Neubaus, oder des Erwerbs eines Eigenheimes müssen genau kalkuliert werden. Je genauer man kalkuliert, umso einfacher gestaltet sich auch die Tilgung eines Darlehens. Bei der Kalkulation können Anlage- bzw. Finanzberater eine große Hilfe sein.